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Speedskates für Tempo und Marathon

Aktualisiert am 2 Min. Lesezeit Geübt

Für viele ist Inline-Skaten Freizeit. Für andere ist es ein Ausdauersport mit Stoppuhr, Windschatten und Startnummer. Speedskates sind für diesen Einsatz gebaut, und sie unterscheiden sich deutlich von allem, was im Sportgeschäft vorn im Regal steht.

Eine glatt asphaltierte Skatebahn im Park: ideal für schnelle Runden.
Eine glatt asphaltierte Skatebahn im Park: ideal für schnelle Runden. Foto: Krzysztof Popławski, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Wie Speedskates gebaut sind

Der Schuh ist niedrig, meist knapp unter dem Knöchel geschnitten, und aus steifem Carbon oder Kunststoff. Er gibt dem Fuß wenig Stütze. Die Kraft kommt aus Technik und Muskulatur, nicht aus dem Schuh. Darunter sitzt eine lange Aluminiumschiene mit drei Rollen von 110 oder 125 Millimetern oder vier Rollen von 100 bis 110 Millimetern.

Einen Stopper haben Speedskates in der Regel nicht. Wer damit fährt, bremst mit T-Stopp, Pflug oder Powerslide. Mehr dazu unter Bremsen lernen.

Für wen sie passen

Speedskates sind nichts für die ersten Monate. Sie verlangen stabile Knöchel, sauberen Skating-Schritt und sicheres Bremsen ohne Stopper. Ein Zwischenschritt sind Fitness-Skates mit großen Rollen, oft Tri-Skates mit drei Rollen von 110 Millimetern und höherem Schaft. Damit gewöhnst du dich an Tempo, ohne den Halt aufzugeben.

Große Rollen bedeuten hohes Tempo. Auf Radwegen mit Fußgängern und Gegenverkehr hat Renntempo nichts verloren. Training gehört auf abgesperrte Strecken, Skatebahnen oder sehr ruhige Wege.

Technik: der lange Schritt

Beim schnellen Skaten wird der Abstoß lang und tief. Das Knie bleibt stark gebeugt, der Oberkörper fast waagrecht, ein Arm oder beide schwingen mit. Der Abstoß geht zur Seite, das Bein wird ganz durchgestreckt und dann flach zurückgeholt. Viele Speedskater fahren zusätzlich den Double-Push, bei dem der Skate vor dem Abstoß kurz nach innen gezogen wird. Das lernt man am besten in einem Verein oder Lauftreff.

Der erste Marathon

Bei vielen großen Laufveranstaltungen gibt es eigene Inline-Wertungen, etwa beim Berlin-Marathon, wo die Skater am Tag vor den Läufern starten. Die Strecke ist dieselbe: 42,195 Kilometer. Für Hobbyskater ist das gut zu schaffen, wenn sie einige Wochen gezielt trainieren.

  • Grundlage: zwei bis drei lockere Einheiten pro Woche, jede Woche etwas länger.
  • Mindestens eine Einheit über 25 bis 30 Kilometer vor dem Rennen.
  • Fahren in der Gruppe üben: Windschatten, Abstand, Handzeichen.
  • Vor dem Rennen Lager reinigen und Rollen prüfen, siehe Wartung.
SetupTypischer Einsatz
4 × 90 mmFitness, erste längere Strecken
3 × 110 mmFitness mit Tempo, Halbmarathon
3 × 125 mmMarathon, Rennen

Wo trainieren?

Am besten auf glattem Asphalt ohne Verkehr. Manche Regionen haben eigene Skatestrecken, die bekannteste in Deutschland ist die Fläming-Skate in Brandenburg mit einem Netz von rund 230 Kilometern. Mehr Ideen stehen unter Skate-Touren.

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