Irgendwann reicht die Runde um den Block nicht mehr. Eine Skate-Tour über 20, 30 oder 50 Kilometer ist ein eigenes Erlebnis. Damit sie Spaß macht, braucht es etwas Planung, denn eine Strecke, die mit dem Rad angenehm ist, kann auf Inlinern eine Quälerei sein.
Woran du eine gute Strecke erkennst
Entscheidend ist der Belag. Feiner, glatter Asphalt ist ideal. Grober Asphalt mit Splitt vibriert und kostet Kraft. Pflaster, Schotter und Betonplatten mit Fugen sind auf längeren Abschnitten kaum zu fahren. Dazu kommen:
- Breite: Mindestens zwei Meter, damit du ausweichen kannst.
- Verkehr: Wenig Autos, wenig Fußgänger, keine engen Ausfahrten.
- Gefälle: Lange, steile Abfahrten nur, wenn du sicher bremsen kannst.
- Einkehr: Eine Pause mit Wasser auf halber Strecke.
Viele Tourenportale zeigen den Belag nicht zuverlässig an. Satellitenbilder oder die Rückmeldungen anderer Skater helfen mehr. Auch auf OpenStreetMap sind manche Wege mit einer Eignung für Inline-Skater markiert.
Wie lang darf es sein?
Als grobe Orientierung: Wer eine Stunde entspannt rollt, schafft zwischen 12 und 20 Kilometer. Für die erste Tour ist das ein gutes Maß. Plan lieber eine Runde mit Abkürzung als eine Strecke, bei der du am Ende festhängst. Und denk an den Rückweg, wenn du nicht im Kreis fährst.
Was mit muss
- Schützer und Helm, auch wenn es nur Radweg ist.
- Wasser, etwas zu essen, Sonnencreme.
- Bequeme Schuhe im Rucksack für Abschnitte, die nicht fahrbar sind.
- Inbusschlüssel und eine Ersatzachse.
- Handy mit Karte, falls die Strecke anders aussieht als geplant.
Bekannte Skate-Regionen
In einigen Regionen gibt es Wege, die eigens für Inline-Skater gebaut wurden. Die bekannteste ist die Fläming-Skate in Brandenburg südlich von Berlin, ein Netz aus Rundkursen mit insgesamt rund 230 Kilometern Asphalt in zwei bis drei Metern Breite. Dazu kommen viele Radwege auf ehemaligen Bahntrassen, die oft glatt asphaltiert und flach sind. Auch die Uferwege an Seen in großen Städten sind beliebt, siehe Skaten in der Stadt.
Freigegebene Strecken sind nicht leer. Auf den meisten teilst du dir den Weg mit Radfahrern und Spaziergängern. Rechts fahren, vor dem Überholen umschauen und beim Begegnen Tempo raus.
In der Gruppe fahren
Touren in der Gruppe sind sicherer und machen mehr Spaß. Ein paar Regeln helfen:
- Hintereinander fahren, wenn es eng wird.
- Abstand halten, besonders bergab.
- Hindernisse nach hinten ansagen oder mit der Hand zeigen.
- Das Tempo richtet sich nach den Langsamsten.
Wenn du lieber mit vielen anderen auf abgesperrten Straßen rollst, ist eine Skate-Night das Richtige.