In der Stadt zu skaten heißt meistens: Gehweg, Fugen, Bordsteine, Ampeln. Doch fast jede größere Stadt hat ein paar Orte, an denen man auf Inlinern ohne Autoverkehr rollen kann. Oft sind es Uferwege an Seen und Flüssen, große Parks oder ehemalige Verkehrsflächen. Hier ein paar Beispiele und worauf es dort ankommt.

Hannover: Maschsee
Der Maschsee wurde in den 1930er-Jahren südlich der Innenstadt angelegt und ist rund 2,4 Kilometer lang. Ein Weg führt einmal herum, der Umfang liegt bei etwa sechs Kilometern. Die Runde ist flach und an schönen Tagen gut besucht, mit Spaziergängern, Joggern und Radfahrern. Wer früh morgens kommt, hat am meisten Platz. Vom Maschsee aus führen Wege entlang der Leine weiter nach Süden.
Berlin: Tempelhofer Feld
Seit der Flughafen Tempelhof geschlossen wurde, ist das Feld ein öffentlicher Park. Die ehemaligen Start- und Landebahnen sind breit, lang und asphaltiert, also ideal zum Skaten, Kiten und für alle Arten von Rollen. Der Belag ist an manchen Stellen rau, dafür gibt es Platz ohne Ende. Wind gibt es dort allerdings fast immer.
Hamburg: rund um die Alster
Um die Außenalster führt ein Uferweg, der bei Skatern seit Langem beliebt ist. Er ist eng und an Wochenenden sehr voll, deshalb eher etwas für ruhige Morgenstunden. Wer Strecke machen will, findet in den Elbmarschen und auf Deichwegen im Umland glattere und leerere Wege.
Bremen: an der Weser
In Bremen sind die Wege entlang der Weser und im Bürgerpark beliebt. Nicht alles ist durchgehend glatt asphaltiert, ein Blick auf den Belag lohnt also vor der ersten Runde.
Köln und das Rheinland
In Köln und den Nachbarstädten führen am Rhein lange Uferwege entlang. Viele davon sind asphaltiert und flach. In Stadtnähe teilst du sie dir allerdings mit sehr vielen Radfahrern. Außerhalb der Innenstädte wird es ruhiger.
München
In München ist der Olympiapark ein Klassiker, mit asphaltierten Wegen und einigen Hügeln, die Bremsen verlangen. Außerhalb der Wiesn-Zeit nutzen viele Skater auch die große Fläche der Theresienwiese. Im Sommer kommt die Blade Night dazu.
Worauf du in der Stadt achten solltest
- Ohne Zusatzzeichen gehörst du auf den Gehweg, nicht auf den Radweg. Details unter Rechtslage.
- Uferwege sind an Sonnentagen voll. Früh oder abends fahren.
- Brückenrampen und Unterführungen haben oft Gefälle und Kurven zugleich.
- Straßenbahnschienen nur im rechten Winkel queren, sonst klemmt die Rolle.
Gullydeckel, Kanaldeckel und Schachtgitter sind bei Nässe extrem rutschig. Auch trocken können die Schlitze eine Rolle festhalten.
Wer raus aus der Stadt will, findet Tipps für längere Strecken unter Skate-Touren.