Inline-Skaten ist ein Schönwettersport, und das hat Gründe. Die Rollen haben nur eine kleine Auflagefläche, und schon ein feuchter Film darauf ändert alles. Wer das Wetter einschätzen kann, spart sich Stürze und Material.

Nässe
Nasse Rollen haften kaum noch. Bremsen mit dem Stopper funktioniert schlechter, T-Stopp und Kurven rutschen weg. Dazu kommt das Material: Wasser dringt in die Lager ein, spült das Fett aus und lässt sie rosten. Nach zwei, drei Regenfahrten knirschen sie.
Deshalb gilt: Nach Regen warten, bis der Weg abgetrocknet ist. Pfützen und dunkle, feuchte Stellen umfahren. Bist du doch nass geworden, die Lager noch am selben Tag trocknen und ölen, wie unter Wartung beschrieben.
Hitze
An heißen Tagen wird Asphalt weich und klebrig, die Rollen laufen schwerer. Weiche Rollen werden zudem schneller abgerieben. Fahr im Hochsommer lieber morgens oder abends. Und trink genug: Wer eine Stunde zügig fährt, schwitzt mehr, als man im Fahrtwind merkt.
Herbst und Laub
Trockenes Laub ist harmlos, nasses Laub ist wie Seife. Auch Kastanien, Eicheln und kleine Äste sind Stolperfallen, weil sie eine Rolle abrupt blockieren. Im Herbst also langsamer fahren und Wege unter Bäumen mit Vorsicht nehmen.
Wind
Gegenwind auf Inlinern fühlt sich an wie eine Steigung. Plan eine Tour deshalb so, dass du am Anfang gegen den Wind fährst und auf dem Rückweg Rückenwind hast, wenn die Beine müde sind.
Kälte und Winter
Bei Temperaturen nahe null Grad werden Rollen härter und greifen schlechter. Dazu kommen Streusalz und Splitt, die Lager und Rollen angreifen. Im Winter bieten manche Städte Skatehallen oder Rollschuhbahnen an. Draußen fährst du besser erst wieder, wenn die Wege gefegt und trocken sind.
| Bedingung | Grip | Empfehlung |
|---|---|---|
| trocken, glatt | gut | ideal |
| trocken, Laub | mittel | langsamer, Kurven vorsichtig |
| feucht | schlecht | nur kurz, langsam |
| nass, Pfützen | sehr schlecht | nicht fahren |
| Splitt, Sand | sehr schlecht | absteigen oder umfahren |
Bevor du auf einem unbekannten Weg Tempo machst, bremse einmal kurz mit dem Stopper und fahr eine enge Kurve in Schritttempo. Rutscht dabei schon etwas, bleib langsam.
Wenn du in der Dämmerung unterwegs bist, denk auch an Sichtbarkeit. Mehr dazu unter Schutzausrüstung.