Fallen gehört zum Inline-Skaten dazu. Auch Leute, die seit Jahren fahren, landen gelegentlich auf dem Asphalt, wenn ein Ast auf dem Weg liegt oder ein Steinchen eine Rolle blockiert. Die Frage ist nicht, ob du fällst, sondern wie. Mit passender Schutzausrüstung und etwas Übung bleibt es in den meisten Fällen bei einem Schreck.

Handgelenkschoner zuerst
Wer stürzt, streckt reflexartig die Hände aus. Deshalb gehören Verletzungen am Handgelenk zu den häufigsten Skate-Verletzungen überhaupt. Handgelenkschoner haben eine harte Schiene in der Handfläche, die beim Aufkommen über den Boden rutscht, statt hängen zu bleiben. Wenn du nur einen Schützer kaufst, dann diesen.
Beim Anprobieren muss die Schiene in der Handfläche liegen, nicht seitlich. Die Klettverschlüsse sollen fest sitzen, ohne dass dir die Finger einschlafen.
Knie und Ellbogen
Knieschoner mit harter Kappe nehmen den Aufprall beim Sturz nach vorn auf und lassen dich ein Stück rutschen. Achte darauf, dass sie beim tiefen Beugen nicht nach unten wandern. Ellbogenschoner sind ähnlich gebaut und schützen bei seitlichen Stürzen. Beide gibt es oft im Set mit den Handgelenkschonern.
Der Helm
Ein Helm schützt vor dem, was mit Abstand am gefährlichsten ist: dem Sturz nach hinten auf den Hinterkopf. Ein normaler Fahrradhelm ist besser als nichts. Skatehelme in Schalenform reichen hinten tiefer und sind für mehrfache leichte Stöße ausgelegt. Wichtig ist, dass der Helm fest sitzt und nicht in die Stirn rutscht.
Merke: Die Reihenfolge beim Kauf: Handgelenkschoner, Helm, Knieschoner, Ellbogenschoner. Alles zusammen kostet weniger als ein Paar Skates.
Richtig fallen: nach vorn
Die beste Richtung für einen Sturz ist nach vorn. Deshalb ist die gebeugte Grundstellung so wichtig: Wer tief steht, fällt nach vorn auf die Schützer. Wer aufrecht steht, kippt nach hinten.
So läuft ein kontrollierter Sturz ab:
- Tiefer gehen, sobald du merkst, dass es nicht mehr klappt.
- Auf die Knieschoner fallen lassen und ein Stück rutschen.
- Dann auf die Ellbogen ablegen.
- Zuletzt die Handgelenkschoner aufsetzen, Finger dabei hochhalten.
Mit voller Schutzausrüstung auf weichem Rasen aus dem Stand auf die Knie gehen, dann auf Ellbogen und Hände. Zehnmal. Danach dasselbe aus langsamem Rollen auf glattem Asphalt.
Wenn es doch nach hinten geht
Lässt sich ein Sturz nach hinten nicht verhindern, versuch, dich seitlich auf den Po abzurollen und den Kopf anzuheben, das Kinn Richtung Brust. Nicht mit gestreckten Armen nach hinten abstützen. Das ist der klassische Weg zu einem gebrochenen Handgelenk, auch mit Schonern.
Nach einem Sturz auf den Kopf gehört der Helm in den Müll, auch wenn er heil aussieht. Und bei Kopfschmerzen, Übelkeit oder Benommenheit danach bitte ärztlich abklären lassen.
Sichtbarkeit
Zur Schutzausrüstung zählen auch helle Kleidung und Reflektoren, wenn du in der Dämmerung unterwegs bist. Auf Gehwegen gelten für dich die Regeln für Fußgänger, eine Lichtpflicht wie für Räder gibt es nicht. Gesehen werden willst du trotzdem. Mehr dazu unter Inliner im Straßenverkehr.