Bevor Inline-Skates in den 1990ern die Gehwege eroberten, fuhr man Rollschuh. Die klassischen Rollschuhe heißen heute meist Quad-Skates: zwei Rollen vorn, zwei hinten, angeordnet wie bei einem kleinen Auto. Inzwischen sind sie wieder überall zu sehen, auf Rollschuhbahnen, in Skatehallen und auf Partys mit Discokugel.

Ein kurzer Blick zurück
Rollschuhe mit vier Rollen gibt es seit dem 19. Jahrhundert. Der Durchbruch kam 1863 mit einer Konstruktion des Amerikaners James Plimpton, bei der sich die Achsen beim Neigen des Fußes mitlenken. Damit konnte man erstmals elegant Kurven fahren. Skates mit Rollen in einer Reihe gab es zwar ebenfalls früh, massentauglich wurden sie aber erst, als in den 1980ern Hersteller aus den USA Eishockey-Schuhe mit Rollenschienen kombinierten.
Unterschiede beim Fahren
| Merkmal | Quad-Skates | Inline-Skates |
|---|---|---|
| Standfläche | breit, steht stabil | schmal, braucht mehr Gleichgewicht am Anfang |
| Wendigkeit | sehr wendig, gut zum Tanzen | ruhiger Geradeauslauf |
| Tempo auf Strecke | eher gemütlich | deutlich schneller, größere Rollen |
| Bremse | Stopper vorn an der Spitze | meist Stopper hinten am rechten Skate |
| Untergrund | glatte Böden, Halle | Asphalt, Radwege, auch längere Touren |
Auf Quads stehen viele Einsteiger im ersten Moment sicherer, weil die Fläche breiter ist. Dafür verzeihen sie auf rauem Asphalt weniger. Die Rollen sind kleiner und breiter, kleine Steine bremsen abrupt. Wer weite Strecken fahren will, ist mit Inlinern besser bedient.
Bremsen mit dem Toe-Stop
Quads haben den Stopper vorn unter der Fußspitze. Man zieht einen Fuß nach hinten und setzt die Spitze schräg auf. Wer vorher Inliner gefahren ist, muss umdenken, denn der Stopper sitzt am anderen Ende. Die Techniken aus Bremsen lernen helfen trotzdem: T-Stopp und Pflug gibt es auf Quads ganz ähnlich.
Roller Disco
Roller Disco ist Rollschuhfahren zu Musik, oft in Hallen oder auf Plätzen mit glattem Boden. Gefahren wird im Kreis, mit Drehungen, Schrittkombinationen und Rückwärtsfahren. Viele Städte haben regelmäßige Abende, manchmal mit Leihskates. Für den Einstieg reicht es, vorwärts im Kreis mitzufahren. Die Tricks kommen von allein, wenn man oft genug da ist.
Auf glattem Boden aus dem Stand die Fersen nach außen drücken, die Füße gleiten auseinander. Dann die Fersen wieder zusammenziehen. Die Spur sieht aus wie eine Sanduhr, und du rollst langsam rückwärts. Klappt auf Quads und Inlinern.
Was passt zu dir?
- Du willst Strecke machen, Touren fahren oder Fitness trainieren: Inliner.
- Du willst tanzen, Tricks lernen und in der Halle fahren: Quads.
- Du bist unsicher: Leih dir beides einmal aus, bevor du kaufst.
Wer sich für Inliner entscheidet, findet unter Einsteiger-Skates eine Kaufhilfe.